Die Ein Hobby mit Freunden! Chronik

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Ein halbes Menschenleben ist es her, als dieses Foto entstand.

Zu dieser Zeit war das Clubleben noch ein echtes Abenteuer!
Im Jahre 1963 sah das Gelände ziemlich abenteuerlich aus. Einen Hafen gab es noch nicht.
Und wenn Sie alles genau nachlesen wollen, auf gehts ...

Und so fing alles an ...

Im Frühjahr 1961 unternahm der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) den Versuch, Motorboot-Sportler in regionalen Clubs unter seiner Flagge zu organisieren. Für Dortmund und die weitere Umgebung wurde deshalb zu einer Versammlung am 19. April 1961 eingeladen. Und es wurde der Westfälische Motoryachtclub im ADAC mit dem Sitz in Dortmund gegründet. In dieser Versammlung wurden den neuen Mitgliedern – es waren über 80 – großzügige Starthilfen und billige Darlehn in Aussicht gestellt.Der erste Vorstands-Vorsitzende: Hans Kötter!

Eher aus Zufall wurden Hans Kötter zum Vorsitzenden und Dr. Theo Fleitmann zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Sie waren durch ihre Tätigkeiten in Wirtschaftsverbänden mehreren Versammlungsbesuchern bekannt, die sich sonst größtenteils zum ersten Mal sahen.

Der Vorstand ging sogleich an die Arbeit und hielt Ausschau nach Gewässern, auf denen der Sport ausgeübt werden konnte. Bei den schon damals herrschenden Beschränkungen blieben nur der Rhein und die Weser. Nach zahlreichen Erkundungsfahrten erschien die Weser geeigneter. Die Landschaft war ruhiger und der Fluß weniger befahren.
Schon im Dezember 1961 konnte der Mitgliederversammlung und den eingeladenen Spitzenvertretern des ADAC der Entwurf eines Pachtvertrages mit dem Landesverband Lippe und die erste Vorplanung einer Hafenanlage vorgelegt werden.
Weil die Gewährung der erhofften Finanzmittel abgelehnt wurde, beschloß die Versammlung die Trennung vom ADAC, die Streichung des Zusatzes „im ADAC“ im Vereinsnamen und die selbständige Weiterführung des Clubs. Zum ersten Vorstand dieses jetzt eigenständigen Clubs wurden gewählt: Hans Kötter, Dr. Theo Fleitmann, Heinz Maaß, Willi Jürgens, Franz Beckmann, Karl-Heinz Rath und Josef Viehoff.

Es mußte jetzt von anderen Finanzierungsvorstellungen und von einer begrenzten Mitgliederzahl (weil es nun Geld kosten würde) ausgegangen werden. Auch würde ein größeres Gelände erforderlich, weil die meisten Mitglieder wegen der Entfernung zwischen Wohnort und Weser eine Übernachtungsmöglichkeit (z. B. Wohnwagen) benötigen würden. Zu der Notwendigkeit des Hafenbaus kam deshalb die Frage nach einem Gelände, das eine Art Campingplatz, allerdings nur für Clubmitglieder, sein sollte.

Die Lösung dieser Probleme machte in den folgenden 2 bis 3 Jahren zahllose Verhandlungen mit dem Landesverband (als Grundstückseigentümer), mit dem Wasser- und Schiffahrtsamt, dem Wasserwirtschaftsamt, der Kreisverwaltung, dem Regierungspräsidenten, dem Forstamt und der Gemeindeverwaltung Erder (die es damals noch gab)  erforderlich. Eine gemeinsame Besprechung mit diesen Behörden fand bereits am 15. März 1962 statt.Das erste Clubhaus!

1962 wurde der Antrag zur Aufnahme in das Register des Deutschen Motoryachtverbandes gestellt. Der Club erhielt die Nummer 2. Zu diesem Zeitpunkt gehörten 27 Mitglieder dem Club an. Im gleichen Jahr wurden die ersten Darlehnsverträge mit Mitgliedern geschlossen. Bis dahin geschah die Finanzierung mit Beiträgen und Spenden.

Damals waren auf der Weser noch richtige Schiffe unterwegs! 1963 wurde der Erbbaurechtsvertrag mit dem Landesverband Lippe geschlossen und es begann das Leben auf dem Clubgelände. Gummistiefel, Wasserkanister und Petroleumlampen machten das Leben zwar schwer aber auch romantisch. Die ersten Zusammenkünfte fanden in einer kleinen Holzbaracke an der Geländeeinfahrt statt. Und die ersten Erfahrungen mit dem Hochwasser der Weser ließen zukünftige Probleme erkennen.

Abenteuerlich - aber immerhin! Die Boote damals waren Schlauchboote und kleine Schiffchen. Sie lagen an Einzelstegen, die sich mit oft abenteuerlicher Technik dem Wasserstand der Weser anzupassen versuchten.

Auch das Clubhaus wurde in Eigenleistung gebaut! 1964 wurden das Clubhaus, die Wasser- und Stromversorgung und der Hafen gebaut. Letzterer im Rahmen einer Übung des in der Nähe stationierten Pionierbataillons. Die Mitglieder, die keine militärische Erfahrung hatten lernten die Reize des Soldatenlebens kennen. Die Rechnung der Bundeswehr in Höhe von DM 152.000,- nach einem vorher vereinbarten Betrag von DM 544,- führte zur Ernüchterung und zu einem Stimmungstief. Durch zähe Verhandlungen mit der Wehrbereichsverwaltung wurde der schließlich zu zahlende Betrag auf DM 1.500,- festgelegt. Die Details dieser Verhandlungen sollen das Geheimnis der Chronisten bleiben.Der Hafenbau - eine besondere Geschichte!

Der Hafenbau - eine gewaltige Aktion!

Mit den Clubanlagen wuchsen auch die Boote, Autos und Wohnwagen und natürlich die Aktivitäten.

Zur Förderung des Wassersports und zur Aufbesserung der Clubkasse natürlich, wurden Kurse zur Vorbereitung auf die Prüfungen für die Motorbootführerscheine und die theoretischen Prüfungen in Dortmund, Münster und Erder
veranstaltet. Die praktischen Prüfungen fanden auf der Weser und im Dortmunder Hafen statt.
Geschafft - ein Prachtstück!
1967 gab es 20 Mitglieder. In diesem Jahr wurde ein neuer Vorstand gewählt.

1969 gewährte Hugo Kindermann dem Club ein Darlehn in Höhe von DM 30.100,-, das durch selbstschuldnerische Bürgschaft der Mitglieder gesichert wurde.




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